Rotkehlchen
Erithacus rubecula
Das Rotkehlchen ist einer der bekanntesten und beliebtesten Singvögel Europas. Sein leuchtend rotes Brustgefieder und das freundliche, runde Aussehen machen es unverwechselbar. Männchen und Weibchen sehen nahezu gleich aus, wodurch beide Geschlechter leicht erkennbar sind. Besonders auffällig ist sein klarer, melodischer Gesang, der oft schon im späten Winter zu hören ist und ihm den Ruf eines „Frühjahrsboten“ eingebracht hat.
Rotkehlchen sind eher territorial und verteidigen ihr Revier energisch, insbesondere während der Brutzeit. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten, Würmern und Spinnen, nehmen aber auch Beeren und kleine Früchte an. Im Winter sind sie häufig auf die Unterstützung durch Menschen angewiesen, etwa durch das Auslegen von Beeren, Haferflocken oder Rosinen im Garten. Trotz ihrer scheuen Art zeigen sie sich oft erstaunlich zutraulich und lassen sich beim Futtern aus nächster Nähe beobachten.
Die Vögel nisten gerne in dichter Vegetation, in Hecken, Nischen oder Nistkästen. Ein Gelege besteht meist aus vier bis sechs Eiern, die vom Weibchen bebrütet werden. Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert und entwickeln sich schnell.
Mit ihrem freundlichen Erscheinungsbild und dem lebhaften Gesang bereichern Rotkehlchen Gärten und Wälder gleichermaßen. Sie sind ein Symbol für Lebendigkeit im Winter und frühen Frühjahr und erfreuen Naturfreunde das ganze Jahr über.
(Vogelgesang: Adrien Mauss, XC1043478. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/1043478; Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0)