Kohlmeise
Parus major
Die Kohlmeise ist einer der bekanntesten Singvögel Mitteleuropas und gehört zur Familie der Meisen. Sie fällt durch ihr auffälliges Gefieder auf: ein schwarzer Kopf mit weißen Wangen, ein gelber Bauch mit schwarzer Mittelstreifenlinie und grünlich-graue Rückenfedern machen sie unverwechselbar. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur leicht in der Breite des schwarzen Mittelstreifens.
Kohlmeisen sind geschickte Kletterer und nutzen ihre Beweglichkeit, um in Bäumen und Sträuchern nach Insekten, Spinnen und Larven zu suchen. In den kalten Wintermonaten erweitern sie ihre Ernährung um Samen, Nüsse und Fettfutter und sind deshalb häufige Gäste an Futterhäuschen. Besonders clever ist ihre Fähigkeit, Futtervorräte anzulegen: Sie verstecken Körner oder Samen in Ritzen von Baumrinde oder Gebäuden, um sie später wiederzufinden.
Die Vögel brüten gern in natürlichen Baumhöhlen, nutzen aber auch Nistkästen. Ein Gelege besteht meist aus 6 bis 12 Eiern, die das Weibchen bebrütet, während das Männchen die Familie mit Nahrung versorgt. Kohlmeisen sind sehr anpassungsfähig und kommen sowohl in Wäldern als auch in Gärten, Parks oder städtischen Gebieten vor.
Mit ihrem fröhlichen Gesang und ihrer lebhaften Art bereichern Kohlmeisen die Naturerlebnisse der Menschen und tragen durch die Kontrolle von Insektenpopulationen zu einem gesunden Ökosystem bei.